CSD Geschichte

Ein bischen Historie anlässlich des 9. CSD Düsseldorf

Im Jahr 2012 feiern wir bereits zum 9. Mal den CSD in der Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen! Und das wieder direkt am Rhein! Vom 25. – 28. Mai findet das große Straßenfest auf dem Johannes-Rau-Platz statt und es wird jede Menge Möglichkeiten geben bei hoffentlich wieder schönem Wetter die Wiesen am Rhein zu nutzen!

Wie alles begann: Eine schikanöse, wenngleich damals regelmäßige, Polizeirazzia im "Stonewall Inn" - einem damals beliebten Treffpunkt von Schwulen in New York - am 28. Juni 1969 markiert den Anfang des Widerstands der Homo-, Bi- und Transsexuellen weltweit. Die Unterdrückten setzten sich erstmalig erfolgreich gegen die Polizeikräfte zur Wehr. Mit diesem Tag war ein neues, gestärktes Selbstbewusstsein unter den Betroffenen geboren. Stonewall Inn sollte in den folgenden Jahrzehnten zum Symbol der Befreiungsbewegung "anderer" sexueller Menschen werden.Die New Yorker Polizei, eingeschüchtert von dem mutigen Aufbegehren ihrer Gegner, zog Ihre Razzien mehr und mehr zurück. Die Lesben-, Schwulen-, Bi- und Transsexuellenbewegung gewann weiter an Bedeutung und breitete sich unter dem Namen "gayliberation" über Südamerika, Europa und Australien aus. Auch heute, mehr als 40 Jahre später, sind die Vorkämpferinnen und Vorkämpfer für eine tolerantere und menschlichere Welt nicht vergessen. Ihr Geist schwebt immer noch über den Feierlichkeiten zur "Pride Parade" oder dem in Deutschland gebräuchlicheren Namen "Christopher Street Day". Die Feierlichkeiten finden in den Sommermonaten jährlich in vielen größeren und kleineren Städten auf der ganzen Welt statt. Lesben, Schwule, Bi- und Transsexuelle stellen wie eh und je aktuelle politische Themen und Forderungen auf. So z.B. die völlige rechtliche und gesellschaftliche Gleichstellung, die Ausweitung der "Homoehe" und ein uneingeschränktes Adoptionsrecht für Homosexuelle. Die Themen haben sich verändert, der CSD jedoch bliebt für die Lesben, Schwulen, Bi- und Transsexuellen ein bedeutender historischer Tag, an dem sie sich zeigen und für ihre Belange demonstrieren. Sie haben dabei Spass - auch an der Selbstdarstellung nach Außen. Sie sind exzentrisch, verspielt, introvertiert oder auch völlig normal und ebnen durch ihr selbstbewußtes Auftreten in der Öffentlichkeit noch immer vielen den Weg in das Coming Out.

Der CSD-Düsseldorf e.V. hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Christopher-Street-Day als wiederkehrendes Signal in der Landeshauptstadt von NRW durchzuführen. Durch den CSD sollen unsere Anliegen und Bedürfnisse gegenüber unserer Umwelt wirksam zum Ausdruck gebracht, unterschiedliche Gruppen verknüpft, das Coming-Out Einzelner unterstützt und die Akzeptanz in der Bevölkerung gefördert werden. Wir wollen weiterhin mit allen politischen und demokratischen Mitteln für eine diskriminierungsfreie Zivilgesellschaft, Toleranz und Akzeptanz werben. Wir stehen für ein gleichberechtigtes Mit- und Nebeneinander der verschiedensten Lebensentwürfe, soweit sie auf gegenseitiger Akzeptanz und gegenseitigem Respekt vor- und füreinander beruhen. Dort, wo die eigene Verantwortung an ihre Grenzen stößt, treten wir für eine solidarische Gesellschaft ein, die vorhandene Probleme gemeinsam löst und den einzelnen Menschen notfalls die gebotene Unterstützung zukommen lässt.

Unser Team

Unser CSD Düsseldorf Team 2012